Magenspieglung (Gastroskopie)

Definition

Die Magenspiegelung ist eine endoskopische Untersuchungsmethode des oberen Verdauungstraktes welche mit einem flexiblen, ca. 10 mm durchmessenden und 100 cm langen Endoskop durchgeführt wird. Das Endoskop wird durch den Mund, die Speiseröhre (Ösophagus) und den Magen (Gaster) bis in den Zwölffingerdarm (Duodenum) vorgeschoben. Diese Untersuchung wird daher auch Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) genannt. Zur besseren Beurteilbarkeit wird das Organ dann durch Luftinsufflation zur vollen Entfaltung gebracht. Im Rahmen der Feinbeurteilung während des Geräterückzugs können Gewebeproben (Biopsien) zur weiteren histopathologischen Untersuchung gewonnen werden. Auch selten vorkommende Magenpolypen (meist gutartige Geschwulste) können, sofern dies gefahrlos möglich ist, in gleicher Sitzung mit der elektrischen Schlinge abgetragen werden (Polypektomie)

Die Untersuchung dauert normalerweise 5-10 Minuten. Falls Gewebeproben entnommen oder Polypen abgetragen werden, verlängert sie sich entsprechend.

Die Magenspiegelung wird in aller Regel nach lokaler Betäubung des Mundracheraums mit einem Spray gut toleriert. Sollten Sie dennoch besorgt sein oder negative Erfahrungen gemacht haben, führen wir die Spiegelung auf Wunsch auch gerne mit einer Sedierung (Kurznarkose) durch.

Gründe für eine Magenspieglung
  • Schluckbeschwerden (Dysphagie)
  • Schmerzen beim Schlucken (Odynophagie)
  • Positiver Test auf verstecktes Blut im Stuhl (iFOBT)
  • Ungewollte Gewichtsabnahme
  • Tumorsuche
  • Tumornachsorge
  • Unklare Blutarmut (Anämie)
  • Sodbrennen
  • Unkontrolliertes häufiges Aufstoßen
  • Oberbauchbeschwerden
  • Durchfall (Diarrhoe)
  • Verdacht auf Magengeschwüre
  • Besiedelung des Magens mit Helicobacter pylori
Vorbereitung zur Magenspieglung

Eine besondere Vorbereitung ist nicht erforderlich. Die letzte Nahrungsaufnahme sollten mindestens 6 Stunden zurückliegen. Bis 2 Stunden vor der Spiegelung dürfen Sie klare Getränke trinken.

Ist eine Magenspieglung unangenehm?

Vor einer Magenspiegelung kann der Mundrachenraum durch ein Spray betäubt werden, welches innerhalb von 1-2 Minuten seine volle Wirkung entfaltet. Trotzdem kann das Einführen des Endoskops durch den Mundrachenraum in die obere Speiseröhre in manchen Fällen zu Würgereiz führen. Die zur Entfaltung des Magens eingeblasene Luft kann während und auch nach der Untersuchung kurzzeitig Blähungen und Aufstoßen verursachen, was allerdings meist schnell wieder verschwindet.

Wenn Sie sich für eine Sedierung entscheiden, wird die Untersuchung für Sie völlig unbemerkt vonstattengehen.

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